Licht am Ende des Tunnels

2. Oktober 2015

Doch, ja mich gibt es tatsächlich noch und ich nehme mir jeden Tag vor, endlich wieder zu bloggen. Tscha,  jedes Mal grätscht das analoge Leben 1.0 rein. Mit rudernden Armen versuche ich mich durch den Berg der liegengelassenen Zweit- und Drittrangigkeiten der letzten 4 Monate zu wühlen. Zu allem Überfluß fällt von oben immer wieder Neues drauf. Manches kollert dann vom Berg runter, an mir vorbei, entpuppt sich dabei als wichtige Prio 1 und rollt ins dunkle Aus. Während ich hinterherstürze, bricht mein frisch gegrabener Tunnel im Lästigkeitenpflichtberg zusammen und ich darf, nachdem ich Prio 1 gerettet habe, neu graben. Dabei rollt, durch die Erschütterungen meiner erneuten Tunnelbauarbeiten, wieder eine  Prio 1 vorbei ... s.o. Ich erzähle jetzt mal nicht, wie das ist wenn eine kleine Prio 1 ganz viele dicke Prios 1sen mitnimmt, also eine Prioeinslawine - sozusagen.


Filzkram zu gast im Filzatelier die waschkueche

Das grosse Rauschen

Eigentlich wollte ich was ganz anderes. Ich wollte vom [ TAG DER OFFENEN WERKSTATT ] erzählen, der jetzt ungefähr 5 Wochen hinter mir liegt. Aktuell ist jetzt mal was ganz anderes, aber für mich ist das der Wiedereinstieg hier.

Ich sag mal so viel, die Leute kamen und gingen. Sagten "Ah" und "Oh". Manche sprachen auch gar nicht und verschwanden wortlos wieder. Es gibt eigentlich nicht viel zu erzählen, weil solche Tage an mir vorbeirauschen. Ich erinnere mich in den seltensten Fällen im Nachhinein an Gesichter oder an die geführten Gespräche. Stopp, stimmt nicht ganz. An vier Gesichter erinnere ich mich, dass Gesicht meiner Schwägerin, an die Filzerin aus Paderborn *Grüsse*, an die Taschenfilzerin aus Brakel ... hat's geklappt mit dem Henkel und last but not least an Gabi von [ FILZKRAM ].

Wenn zwei das Gleiche machen ist es lange nicht Dasselbe

Ja, ich hatte Besuch von Gabi und ihrer zauberhaften [ MENAGERIE ]. Sie stand mir an diesem Tag bei und zeigte dem geneigten Publikum ihre Figuren-Filzkunst. Ganz ruhig, fast unauffällig entstanden im Laufe des Tages einige Mäuse und Enten. Ich bin immer noch von ihrer ruhigen, gelassenen Art zu filzen fasziniert. Während ich mir matschend und patschend, wildwalkend, dumm quasselnd zwei Wikingerhelme aus den Rippen filzte, baute sie ganz gelassen ein Tierchen nach dem anderen. WAAAHHH!!!!

Es war ein schöner Tag und es hat mich sehr gefreut, dass ich diesen gemeinsam mit ihr filzend und Woll-Latein austauschend verbringen durfte. Vielen Dank dafür und für die Unterstützung! Jonathan lässt übrigens grüssen ;).

Natürlich habe ich mir vorgenommen viele Fotos zu machen, klar .... das da oben ist die gesamte Ausbeute. "Ruhe vor dem Sturm" und "Ruhe nach dem Sturm".

Kommentare:

Antje @ ideenreichBerlin hat gesagt…

Liebe Doris,

eben ringe ich mich dazu durch, alle "Prio 1sen" beiseite zu schieben und endlich mal wieder zu bloggen, denke gerade über einen Einstiegstext nach und lese beim Öffnen von blogspot deinen Beitrag... - und das ist er, „mein“ Einstiegstext!
Darf ich ihn klauen, darf ich nicht? Klauen darf man nie (höchstens sich Anregungen holen ist erlaubt)! Aber verlinken darf man :-))) DANKE!!!

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute (nicht zuletzt beim Abtragen des Berges oder - wenn das schon selten klappt - zumindest wenig Erschütterungen beim weiteren Tunnelbau).

Liebe Grüße aus Berlin
Antje

PS: Der Bericht über deinen Tag der offenen Werkstatt und die gemeinsame Gestaltung desselben mit Gabi hat es ganzsicher verdient, von dir zur vorübergehenden Prio 1 erklärt worden zu sein!
Und wenige Fotos sind, wenn sie so stimmungsvoll sind wie deine, mindestens so schön wie eine große FotoAusbeute :-)

Doris Niestroj hat gesagt…

Hallo Antje, schön von Dir zu lesen. Was ein Zufall, ich habe mich erst vor ein paar Tagen nach langer Zeit bei den alten Dawandianern und somit auch bei Dir umgeschaut.
Klar, wer vorher fragt darf immer gerne "klauen". ;)
Ich glaube so einen Prioberg hat jeder. Er gehört zu den nicht erklimmbaren Bergen. Daher baue ich ganz viele Tunnel, damit er immer ein Stück weiter nach unten sackt. So kommt man der Spitze auch etwas näher :D.

LG Doris