Über mich

Mein Traum Designer zu werden fasste ich bereits im zarten Alter von 14 Jahren. Es war logisch und  für mich kam gar nichts anderes in Frage. Gut, vielleicht noch Schauspieler, aber das ist eine andere Geschichte. 10 Jahre später erfüllte sich der Traum in Form eines Diploms zum staatlich geprüften Diplom-Produktdesigner. Was ist das eigentlich Produktdesign, klingt so exotisch? Ist es aber nicht. Jeder Mensch ist tagtäglich 24 Stunden von Produktdesign umgeben. Wie der Name schon sagt, es werden hauptsächliche Produkte designt, sowohl im Konsumgüterbereich, als auch im Investitionsgüterbereich.

Mich verschlug es viele Jahre in den Konsumgüterbereich. Dort entwarf ich Glasprodukte sowohl für den nationalen, als auch internationalen Markt. Aber auf Dauer immer nur Glas war mir zu langweilig, also wechselte ich ins Interiordesign und verdingte mir dort mein Geld mit dem Entwurf von sehr gehobenen Einrichtungen, sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich, weltweit.

Ich brauchte nach 10 Jahren Dauerkreativeinsatz nach Maßgaben der Märkte unbedingt eine Verschnaufpause, die Kreativseele mal ordentlich baumeln lassen ... - es mußte etwas anderes her. Marketing lief mir über den Weg. Schwerpunkt Kommunikation. Eine schöne Mischung für meine angestrengte Gestalterseele, von Kreativität und Umsetzung von mir entwickelter  Marketingstrategien.

1998 entdeckte ich das Filzen. Ich kam dazu wie die Jungfrau zum Kinde. Eher rudimentär und als Hobby ausgeführt, begleitete es mich bis 2004. Ab da nahm das Schicksal seinen Lauf und das Filzen bekam professionelle, gewerbliche Züge. Gemeinsam mit meiner Freundin machten wir die Kunsthandwerkermärkte der näheren und weiteren Umgebung unsicher - Filz boomte.  Leider gab meine Freundin kurze Zeit später das Filzen aus beruflichen und privaten Gründen auf. Ich ging fortan meinen Filzweg alleine. 

Das Karussell des Lebens drehte sich weiter, viel zu schnell für meinen Geschmack. Nach einer rasanten Lebensachterbahnfahrt, die wenig Zeit und Muße  fürs Filzen ließ, sind mein Mann und ich seit 2007 gemeinsam selbstständig. In einem Betriebsfeld, das eher weniger mit Gestalten zu tun hat. Dort kann ich zwar meine jahrelang gesammelten Marketingerfahrungen einbringen, der Designer in mir ist jedoch  weniger gefragt.Designer wird man nicht, oder besser gesagt Gestalter ist man. Von Kindesbeinen an. Man muß gestalten, man will gestalten - täglich, das ist fast zwanghaft. Die Ideen schwirren nicht durch den Kopf, sondern stürmen. Ständig, immer, andauernd.

Aus dem Wunsch heraus dem Ideensturm endlich wieder stürmen zu lassen, allerdings unabhängig von Marktanforderungen, Zielgruppen, Trends und Mode, sondern einfach nur um das zu gestalten was ich schön finde, erlaubte ich mir 2008, nach dem das Leben wieder in geordneteren, ruhigeren  Bahnen verlief,  den Luxus mein Filzlabel die.waschkueche zu gründen - here I am!

Warum ausgerechnet Filz? Filz ist für mich das Chamäleon unter den Materialien. Extremst vielseitig und unkompliziert - man benötigt kein aufwendiges Equipment für die Herstellung der tollsten Sachen.  Wasser und Seife genügen und es entstehen Produkte fein und luftig oder fest und stabil. Alles ist möglich, es gibt fast keine gestalterischen Grenzen. Darum Filz!

Und jetzt habe ich wieder mehr geschrieben, als ich wollte ;).