29.05.2009

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... ausspannen. Ich wünsche Euch schöne Pfingsttage!

Doris
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27.05.2009

Rettet die Wale

Ich hab da ein Anliegen. Sicherlich ist Euch schon aufgefallen, dass ich ein grosses Faible für Mutter Natur habe mit allem was da kreucht und fleucht. Daher bin ich von der Aktion, die mir in mehreren Blogs bereits über den Weg geschwommen ist, total begeistert. Dabei handelt es sich um einen sehr gut gemachten Aufruf zur Rettung der Wale von Greenpeace | Australia. Es geht dabei um eine Petition an den japanischen Premier- minister mit den sinnlosen Waljagden aufzuhören.

In Japan werden immer noch Wale wegen ihres Fleisches gejagt, das kaum noch jemand isst, weil es extrem tranig schmecken soll. Aber anstatt mit dem Morden aufzuhören, werden die Meeressäuger weiter abgeknallt. Zwei der mir bekannten extremst schwachmatischen Begründungen: 1. Weil die Waljagd Tradition in Japan hat und 2. Zu wissenschaftlichen Zwecken!!!!!!!!!!!??????????

Schaut doch einfach mal in den super gemachten Aufruf von Greenpeace rein. Mein Wal schwimmt schon! ;)




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Im Namen der Wale bedanke ich mich für Eure Stimme!
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Doris
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P.S. Seit ich vor ein paar Minuten meinen Wal zu Wasser gelassen habe, haben sich bereits 31 neue Wale hinzugesellt. Hm, vielleicht hat die ein oder andere von Euch ja noch ein bißchen Platz in ihrem Blog um darauf aufmerksam zu machen.
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23.05.2009

Hausarbeit...

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... endlich fertig. Mit einem Bild des frischgebackenen Haselnusskranzes verabschiede ich mich ins schöne Wochenende und wünsche Euch ein ebensolches .
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Doris
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Posted by Picasa

19.05.2009

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4. Teil - Kapitel "Die Tasche wird"
| ... wo war ich jetzt eigentlich beim 3. Teil meiner Taschenserie stehengeblieben? Ach ja, beim Kardenband mit Eigenleben. Ja, dieses Kardenband ist richtig tückisch. Mit Kardenband habe ich sowieso meine Probleme. Dadurch, dass Kardenband lange glattgezogene Fasern hat, habe ich immer das Gefühl, dass sich die Schichten nicht richtig miteinander verbinden.

Bevor ich weiterschreibe, mein Tipp an Euch: Holt Euch Chips (oder anderes essbares, kalorienreiches) und etwas zu trinken, es wird wieder länger.

Bei Vlies brauche ich nur "BUH" zu sagen und alles ist schön homogen durch und durch miteinander verfilzt. Warum, weil Vlies bereits ineinander verhakt ist und gaaaaannnz viele kleine Minilöckchen hat, die nur darauf warten endlich eine innige Verbindung miteinander einzugehen.

Kardenband hingegen ist lockige Locke (tatsächlich, lockige Locke. Ich platze heute wieder vor Logik ;)) feste glatt gezogen, also kardiert. Das nimmt der Wolle schon ein wenig die Fähigkeit sich schnell und intensiv zu verbinden. Problem wenn man es, wie ich gerne, beim Auslegen der Schichten übertreibt. Da kann es passieren, dass die mittlerste Schicht nicht wirklich richtig fest mit den anderen Schichten verbunden ist. Trotz intensivsten Filzens und Walkens.

Mit walken meine ich nicht ein Hauch Sekündchen von rolle, rolle in der Bambusmatte. Ne ne, da ist bei mir Hardcorewalken angesagt. Gerade bei großen Stücken, die auch etwas aushalten müssen. Das bedeutet einen schweren Metallkern rein, feste gezurrt und dann ist Beinarbeit angesagt. Nebeneffekt bei dieser Art des Walkens: Es macht straffe Schenkel! Nach einer Stunde walken summt es ordentlich in den Muskeln. :)

Es summte dann allerdings nicht nur in meinen Muskeln, als ich die Tasche aufgeschnitten hatte, sondern mein Blutdruck fing auch an zu summen, in Richtung 180. Ein Griff ins Innerste der Tasche und den Filz prüfend zwischen den Handflächen hin- und hergeschoben bestätigte mir: Mal wieder nicht richtig verbunden. Was ich mich noch zum summen brachte - Summton ungefähr zornige Wespe - war der Querschnitt des Filzes. SUUUUUUUPPPPPPPAAAAAAAA....dick. Voll toll :(.

Wenn ich eins nicht mag, dann ist das wattiger Filz, schlecht verbunden, mit dem Querschnitt eines Telefonbuches.

Ja, jetzt stand ich da, mit den Händen in der Tasche (nicht von der Hose, die Taschen mein ich), mein Blutdruck blubberte mehr oder minder gleichbleibend auf hohem Niveau bei 180 Schlägen und sah die Farbaktion in weite Ferne gerückt und meine Motivation dem schnell folgend. "Was tun?" sprach Zeus.

Es gibt da natürlich eine Möglichkeit...aber...ich bin der totale Filzoberflächenglattfreak. Je glatter und festgewalkter die Oberfläche, desto glücklicher Doris. Das erreicht man ganz klassich mit filzen und viel walken. Es gibt noch die Möglichkeit den Filz zu knautschen, zu wringen, zu würgen, zu schlagen, zu krumpfen. Eben der Vorgang, wenn man Filz zwischen die Hände nimmt und ordentlich knetet. Das mag ich aber nicht so gerne, denn dabei passiert folgendes, die sorgfältig glattgezogenen Löckchen werden wieder in ihre Ursprungsform geknetet und das gibt eine grieselig-körnige Oberfläche. =:o


Dieses Foto zeigt ein Probestück im Gegenlicht. Man kann sehr gut erkennen, wie sich das vormals glatte Kardenband nach dem Knautschen wieder gekringelt hat.


Ich war genervt. Das war unzumutbar für mich. DAS GING GAR NICHT!!!!!! Leider fiel mir nichts anderes ein die Schichten vernünftig miteinander zu verbinden, um meinen Qualitätsansprüchen an einen festen,glatten Filz zu genügen.

Die Tasche war eh nicht mehr so, wie ich sie haben wollte, da habe ich dann wildentschlossen geknautscht und geknetet. Siehe da, die Schichten verbanden sich und siehe da, die körnige Oberfläche kam zum Vorschein und siehe da, das gefiel Doris nicht wirklich. Na sowas?!?


Im Schlaglicht fotografiert, erkennt man die körnige-lebhafte Struktur des ersten Versuches.



Hier im Schlaglicht, zum Vergleich, der zweite Versuch. Etwas glatter.


Ab hier kommen die Probestückchen ins Spiel. Nach dem ich die Tasche fertig hatte und sehr erstaunt war, wie schnell dieser Knautschvorgang zum Ziel führt, habe ich mir überlegt aus einer gewagten, fein austarierten, streng wissenschaftlich untermauerten Kombination von walken und knautschen doch eine glatte Oberfläche hinzubekommen.

Noch was, niemals ungerade Schichten auslegen, das führt dazu, das eine Richtung sich mehr zusammenzieht als die andere. ..-nur so nebenbei (obwohl es in allen Bücher steht, however). Da wird aus einem Quadrat Kantenlänge 30 x 30 cm (Probestück) mal ganz schnell ein Langrechteck Kantenlänge 30 x 15 cm. Wozu Probestückchen doch alles taugen. Ich hatte mich nämlich schon bei der Tasche gewundert, warum sich eine Richtung nicht so recht richten wollte.

Und jetzt mach ich es mal ganz kurz, nach dem zweiten Probestück hatte ich den Dreh raus und meine Tasche, zweiter Anlauf mit drei Schichten war fertig. Gut die Oberfläche ist nicht wie ein Babypopo, aber es gibt Menschen denen gefällt genau dieser grieselige-lebhafte Charakter bei Filz und ich fand es dann auch gar nicht nicht mal sooooo übel.


Eher unspektakulär der Rohling.

Aber der nächste Horror wartete schon auf mich. Henkel! Henkel und ich. Zwei Welten, davon eine massivst unentschlossen, prallen gnadenlos aufeinander. Davon mehr in, ach du Schreck, Teil 5.

Na, Chipse alle? ;)
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Edit | Wenn Ihr die komplette Taschenserie auf einen Blick haben möchtet, klickt einfach unter diesem Post bei Labels auf "tasche". Technik kann 'ne tolle Sache sein. Besonders, wenn man sie ansatzweise beherrscht. :) Ich sach das jetzt, weil GG gerade Schrotti von Hardtop auf Bikintop umrüstet. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt.
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18.05.2009

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Foto: Piquardo
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Gewonnen!!!!!| Das erste Mal im meinem Leben habe ich etwas gewonnen. Ich freue mich. :)))) Ich darf bald eine Laptopcase von Piquardo mein eigen nennen. Todschick, in den Farben Khaki (?), ich würde eher sagen Lime, in Kombi mit Türkis. Dazu gibt es noch Griffe, wie ich das verstanden habe. Ach, ich lass mich überraschen.

Vielen Dank an's edelight Team!

Verlost wurde dieses schicke Teilchen auf Jana's Taschenqueenblog. Lohnt sich also immer mal dort reinzuschauen - übrigens auch unabhängig von einer Verlosung lohnend.

Aktuelle, weltweite Fashiontrends frei Haus, auch für Landeier wie mich. Sehr inspirierend ...
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Eure Doris
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13.05.2009

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Hallo Mädels | Ihr müßt Euch noch etwas in Geduld üben mit der Taschenmachfortsetzung Teil 4. Ich krebse mal wieder durch die unheimlichen Tiefen von FTP, CSS, HTML, Java, Flash, SQL und PHP. Bei meinen Krebsereien habe ich aber ein schönes Mitmach-Fundstück in der grossen, weiten Bloggerwelt entdeckt und zwar hier. Der direkte Weg geht hier entlang.

O.K. ich brauchte nicht wirklich lange krebsen um diese nette Idee zu finden, ging extrem schnell über meine Linkliste;) und der Hinweis stammt von Jana von edelight.

Vielleicht hat ja die ein oder andere von Euch Spaß daran teilzunehmen. Oder am besten alle. Also, die Blogs, die ich regelmäßig besuche, sprühen nur so vor tollen Ideen und einem hohen Maß an handwerklichem Können. Schöne Gelegenheit der internationalen Bloggerwelt zu zeigen, wie kreativ Deutschlands Frauen sind. Meiner Meinung nach, sehr. ;)

So wie ich es verstanden habe, muß es nicht unbedingt nur stringent mit Fashion zu tun haben.
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P.S. Übrigens, auf Jana's Taschenqueenblog wird ein wunderschöner Piquadro Labtopcase verlost.
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07.05.2009

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Fortsetzung 3 "Hau tu mäig ä täsch"
| Heute werde ich meine Taschenmachserie ( Teil 1 hier und Teil 2 hier) weiterführen. Wobei heute mehr Bilder zu sehen sind und ich mich mit meinem Geschreibsel etwas zurückhalte möchte.

Nur kurz (oh Gott, das wird sowieso nix mit nur kurz, ich kenn mich doch) Nachdem ich mich dann endlich entschieden habe, fertige ich eine Noppenfolienschablone für die Tasche und lege das Kardenband (nicht wirklich meine Welt) aus. Schön schindelartig übereinander und nicht die Enden verbiegen. Siehe 2. Bild, da ist so ein Bogen in der Wolle zu sehen. Klar, hab ich noch rausgezupft. ;)

Das wird über mehrere Schichten kreuzweise gemacht, nicht zupfen, auslegen natürlich. Wieviele Schichten hängt davon ab, für welchen Einsatzzweck das Produkt gedacht ist und wie dick man die einzelnen Schichten auslegt.




Ich lege sehr dünn aus. Dennoch passiert es mir immer wieder, dass ich mich von der Fluffigkeit der ausgelegten Wolle täuschen lasse und noch eine Schicht drauf machen und noch eine und weil es so schön ist noch eine...vielleicht noch eine? Komm, auf vier Beinen kann man nicht stehen, noch eine. Das sah dann ein wenig aus wie die Toilettendeckelwarmhalter in rosa Polyesterplüsch.

Hab ich eigentlich schon mal gesagt, dass ich langhaariges Polyesterplüsch ganz schrecklich unnatürlich finde und nicht gerne anfasse (ne, ich bin bestimmt keine 'Ökotante')? Huuaaaahhhhhhhhh.... habt Ihr auch solche Aversionen? Ich hab Menschen kennengelernt, die mögen keinen Filz anfassen.




Wenn die Wolle nass gemacht wird (Seifenlauge gaaaaannnz heiiisssssss), sackt alles zusammen und sieht noch dünner aus...- vielleicht doch noch das ein oder andere Schichtchen? Kann man ja sonst die Nationalhymne durchblasen. So jedenfalls geschehen bei der Tasche. Ich habe insgesamt FÜNF kreuzweise verlegte Schichten gestapelt. Die Tasche muß ja was aushalten, dachte ich. Allerdings ist dieses Kardenband nicht die super-, super-, superfeine 18 mic Merinowolle. Ne, die Wolle ist etwas 'stabiler'. Dumm gelaufen, aber dazu im nächsten Post mehr.

Ich lege beide Seiten nacheinander aus und lege eine der beiden Seite anschließend zur Seite, während ich die erste Seite bearbeite. Also, nass machen und gaaaannnnz vorsichtig reiben, zittern, vibrieren,. Ich weiß nicht, wie ich den ersten Anfilzvorgang von der Bewegung her beschreiben soll. Ich denke das macht jeder anders. Ich reibe am Anfang nicht, sondern drücke die Wolle erst sanft runter und fange dann ganz vorsichtig an aus den Handgelenken kleine kreisförmige Bewegungen zu machen, so das so etwas ähnliches wie ein Vibrieren in den Händen entsteht. Zu starkes Erstanfilzen führt zu Löchern, die Fasern verbinden sich nicht so gut und es gibt Pilling. Also am Anfang bitte mit viel Gefühl und Geduld. Kraft kommt erst später.




Wenn die erste Seite fertig angefilzt ist (Achtung nicht filzen bis zum Erbrechen, sondern nur anfilzen) lege ich die Schablone auf und lege die überstehenden Fasern um. Jetzt kommt die zweite Seite dazu und der Vorgang wiederholt sich. Erst vorsichtig und dann immer kräftiger. Gut gefilzt ist, wenn zwischen Daumen und Zeigefinger keine Fasern mehr herausgezupft werden können. Steht zwar so in vielen Büchern und so hab ich es auch gelernt, aber grau ist alle Theorie.



Grad dieses Kardenband legt ein recht nettes Eigenleben an den Tag und will anders behandelt werden. Da ich damit aber noch nie wirklich gearbeitet habe, weil Kardenband in Kombination mit Rosa nicht so mein Ding ist (Fehlkauf und das 'klassische Willhabengiersyndrom' kurz KWHGS), hab auch ich mal wieder was fürs Leben gelernt. Nämlich, mach immer ein Probestück von der Wolle, mit der Du noch nie gearbeitet hast!

Na toll, wußte ich es doch, hab schon wieder soviel geschwafelt. Fortsetzung folgt.
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P.S. Irgendwo waren doch noch ein paar Rechtschreibfehler. Ach wißt Ihr was, wer sie findet, darf sie behalten. ;)

Ja, ob Ihr es glaubt oder nicht, wenn ich filze sieht mein Arbeitsplatz tatsächlich so ordentlich aus. Die Bilder sind NICHT gestellt! Es besteht also auch noch bei mir Hoffnung.
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06.05.2009

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Spontaner Unvernuftkauf???
| Kennt Ihr das, Frau weiß eigentlich ganz genau, dass es derzeit nicht so wirklich der richtige Zeitpunkt für eine kleine bis mittelgroße Anschaffung ist, aber Frau macht es trotzdem?! Schon fast zwanghaft? Nach dem Motto: Will haben, sonst sterb ich? Mir ging es jedenfalls so. Ich habe mir etwas gegönnt, das ich mir schon seit Jahren wünsche...- und endlich kann ich damit das fortführen, was ich vor ein paar Monaten begonnen, aber ganz schnell entnervt in die Ecke geschmissen habe.




Denn da stiess meine Nähma irgendwie an ihre Grenzen und ich war mit den Ergebnissen nicht wirklich zufrieden. Für den privaten Gebrauch o.k. aber nicht, wenn man es verkaufen möchte. Aber dazu mehr, zu einem späteren Zeitpunkt.





Und was hab ich mir budgetüberflüssigerweise gegönnt? Eine Overlock. Ich hatte ja immer etwas Respekt vor den vielen Fäden und Nadeln und dem automatischen Abschneiden...aber als die Maschine gestern ankam und ich dann alles eingefädelt habe und loslegte... also, so schnell, schön und mit viel Spaß hatte ich noch nie ein Futter für eine Jacke genäht. Ich bin begeistert.





Einziger Wermutstropfen, dass gute Stück kam frisch aus dem Container (Deutsches Fabrikat -Made in China. Wo Pfaff drauf steht, ist noch lange nicht Pfaff drin und sowieso ist Pfaff eigentlich Husqvarna) und wurde before shipping derartig mit Insektiziden beschossen, dass mir gestern abend die Tränen liefen und die ganze Zeit die Nase juckte. Es riecht in meinem Zimmer, als hätte ich mit Holzschutzmittel gearbeitet.

Empfindliche Menschen hätte es vermutlich komplett umgehauen. Also, erstmal wird die Maschine jetzt abgewischt, vielleicht hilft es etwas und dann kommt sie zum auslüften in einen gut belüfteten Raum. Trotzdem stell ich mir die Frage: Ob das wirklich so extrem gesundheitsschädigend begast werden muß?
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03.05.2009

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Projekt No. 3
| ich scheine mein, mir gegenüber abgegebenes, Versprechen wahr zu machen. Ich bin bereits bei Projekt No. 3 angelangt! Jawoll, ja. Projekt No. 1 war ja dieser Pullover, den ich eigentlich noch pimpen wollte, aber das mit den Ringen war dann nicht so der Brüll. Also blieb es bei unspektakulären Ringeln in beige-weiß. Daher auch kein Foto. Der Pullover ist einfach zu langweilig.

Das ist Einer von der Sorte, den man mal eben schnell anzieht, wenn man es eilig hat und nicht unbedingt wirklich scharf darauf ist mit freien Oberkörper einkaufen zu gehen. Also so was von unspektakulär und normalo, hat schon fast was von Tarnkappe das Teilchen. Habt Ihr eigentlich auch solche Stücke im Schrank, so was Nichtssagendes, das aber immer irgendwie paßt, wenn ansonsten gar nichts paßt, noch nicht mal die Laune?

Projekt No. 2 war was ganz Einfaches und nicht wirklich zeigenswert. Es war eine kaputte Hose, die seit Sommer letzen Jahres auf Wiederherstellung wartete. *hüstl* Das nimmt ja langsam blamable Formen an, ich frag mich gerade, was ich die ganze Zeit gemacht habe.



Projekt No. 3 ist da eher schon ein ganz wat fiesen Brocken. Gefühlte 539, 78 Teile warten darauf zusammengefügt zu werden und das seit sage und schreibe zwei Jahren!!!! Seit zwei Jahren gammelt hier erstklassiges Leinen bereits zu einer Jacke zugeschnitten rum und wartet ebenfalls darauf fertiggestellt zu werden - was soll ich sagen, Anfang der Woche habe ich mich todesmutig in die Fluten von Leinen gestürzt und paddel nun ganz aufgeregt zwischen den einzelnen Schnitteilen rum, in der Hoffnung was Ansehnliches hinzukriegen.

Davon gibt es aber ein Foto. Jetzt und wenn die Jacke fertig ist, aber ohne mich mit drin. Stellt sich nur noch die Kardinalsfrage, ob ich noch reinpasse. Vor zwei Jahren war ich aus ungewollten Gründen nur noch ein eher durchscheinender Strich in der Landschaft. Ich mußte beim Duschen immer von Wasserstrahl zu Wasserstrahl hüpfen um überhaupt nass zu werden. Das ist aber gottseidank vorbei, die Jacke liegt dennoch da. Gut, dass ich soviel Nahtzugabe angeschnitten habe...sooooooooooooviiellll - könnte knapp werden ;).

Tja und Projekt No. 4 lächelt mir bereits mit gebleckten Zähnen entgegen (ich guck da jetzt nicht hin) - aber der Stapel wird bereits kleiner. So, ich mach dann mal weiter den Leinentaucher!

Euch einen schönen Sonntag wünscht



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Edit | Ganz schnell gedit. Ich bin schon so weit, dass ich stolz verkünden kann: Ich passe noch rein, obwohl ich wieder eine ordentliche Ganzkörperknautschzone habe. Und damit die da auch bleibt, werde ich jetzt die entsprechenden Kalorien in Form von Eiweißmolekülen, Kohlenhydraten, Mineralien, Fetten und Zucker zu mir nehmen und das ohne schlechtem Gewissen und mit viel Genuß!!!
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01.05.2009

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Fortsetzung | so, wie versprochen setze ich heute meine Serie "How to make a täsch" weiter. Ich hoffe, Ihr habt alle den 1. Mai gut überstanden und seit jetzt noch bei Kräften meinen geistigen Ergüssen folgen zu können.

O.K. Nachdem ich mich also auf dem Packpapier soweit ausgetobt habe, dass von den vielen einzelnen Strichen nur noch ein gaaaaanz dicker Strich überbleibt beschließe ich meistens, über kurz oder lang, dem Strichdrama ein Ende zu setzen und moduliere zeichnerisch die Form genauer heraus. Dazu lege ich Seiden- oder Transparentpapier (teuer) über die Skizze und zeichne sorgfältig den von mir ausgewählten Strich nach, sofern ich ihn noch erkennen kann. Dazu nehme ich oft ein handelsübliches Kurvenlineal zur Hilfe. Es gibt noch bessere Kurvenlineale, sogenannte Emder Kurven. Werden viel im Schiffsbau verwendet, sind sauteuer haben aber wesentlich schönere Bögen.




Damit habe ich während meiner Designerzeit in der Glasindustrie viel gearbeitet. Leider habe ich bis heute nicht herausgefunden wo man diese Kurven bekommt. Ich weiß nur, dass die richtig teuer waren und wir nur einen Satz davon hatten. Da haben sich dann immer vier Designer um ein Kurvenlineal gekloppt. Nettes Bild! ;)

Gut ich arbeite also die Form heraus und lasse dabei meine Anforderungenan die Form einfließen. Denn nicht jede Taschenform ist für jeden Einsatz wirklich geeignet. In diesem Fall wollte ich eigentlich eine unkomplizierte, kompakte und niedlich wirkende Form haben. Also, so ein echtes Mädchentäschchen. Groß genug für Handy, Portemonnaie und auch noch Tempos, Notizbüchlein, Aspirin etc. Ihr wißt schon, alles was in so eine Tasche zu finden ist.

Manchmal hab ich schon überlegt, ob ich nicht gleich die sogenannte 'Krümelschicht' mit einarbeite. Einfach, damit Frau sich in ihrer Tasche sofort zu Hause fühlt.

Weiter im Text ... - außerdem sollte die Tasche nur zweidimensional sein. Die dreidimensionalen Formen sind wesentlich aufwendiger in der Verarbeitung. Leider sieht das der Laie nicht wirklich und wundert sich oft warum der Preis einer dreidimensionalen Tasche höher ist, zumindest bei mir, als bei einer Zweidimensionalen.

Ich schreib jetzt mit Absicht nicht 'teurer' denn in Verbindung mit der Arbeit paßt der Begriff 'teuer' einfach nicht. Preiswert schon eher, aber nicht im Sinne von 'Billig', sondern im Sinne von: Dieses Produkt ist seinen Preis wert!

Während ich die Form genauer ausarbeite, fange ich parallel dazu an mir Gedanken über die Materialauswahl zu machen. Wie Ihr vielleicht schon festgestellt habt, sind meine Produkte in den seltensten Fällen ausschließlich aus Filz. Ich bin definitiv kein Filzdogmatiker, sondern kombiniere gerne diesen 'archaischen Werkstoff' mit anderen Materialien, einfach um dem Produkt eine gewisse Spannung zu geben.



Zu dem Zeitpunkt stand für mich auch noch fest, dass ich an der Aprilfarbaktion 'Magnolie' bei Dawanda teilnehme. Das vorletzte Foto der Reihe zeigt wie die Materialcollagen in Wirklichkeit aussehen. Jedenfalls nicht so lecker arrangiert wie ein paar Post tiefer. Das Bild ist gestellt. ;) Das Auge ist ja schließlich auch mit.

Das Schlimmste für mich an einer Tasche sind aber die Henkel! Ihr glaubt gar nicht wieviele Henkelmöglichkeiten es gibt und genau ab dem Punkt geht es mit meinem Tempo rapide bergab. Nicht weil ich keine Lust habe, sondern weil ich genau die absolut optimaleHenkellösung für genau die Tasche haben will. Dummerweise habe ich immer den Ehrgeiz nicht einfach nur einen Henkel drannähen zu wollen. Da kann es schon mal sein, dass ich 3-4 verschiedene Henkellösungen ausprobiere und wieder verwerfe.



Daher dauert das meisten halbe Ewigkeiten, bis eine Tasche fertig ist. Aber soweit bin ich ja noch nicht. Auf dem letzten Bild seht Ihr die endgültige Form inklusive Größenzugaben. Ich rechne im allgemeinen ca. 30% Einsprung. AAAAAAAABBBBBBBEEERRRR (ganz großes ABER) das ist absolut nicht allgemeingültig. Jede Wolle reagiert nämlich anders, schließlich ist es ein Naturwerkstoff, daher vorher lieber immer ein Probestück machen. Hab ich nicht gemacht...und das Grauen nahm dann seinen Lauf. Aber davon in der nächsten Serie mehr!

Nun wünsche ich Euch einen schönen 1. Maiabend und bitte seht über diverse Kommafehler etc. ganz großzügig hinweg. Ich schreibe hier gerne frei Schnauze und mag nicht ständig die 'Deutsche Rechtschreibung' neben mir liegen haben. ;) Das Leben ist besteht schon genug aus Regeln...

Die Doris
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